Festlegen von KPI’s am Arbeitsplatz – Part 1/3

In meiner täglichen Arbeit stoße ich immer wieder auf die gleiche Herausforderung in Unternehmen, wenn es darum geht die User Expierence der Mitarbeiter nachzuhalten.

Der Druck der IT- und Software-Abteilung wächst immer mehr in Bezug auf Verfügbarkeit, Performance und SLA Compliance. Um hier Aussagekräftig zu bleiben, ist es notwendig, Key Performance Indicators (KPI) festzulegen und nachzuhalten. Diese Aufgabe lässt sich hervorragend mit einem Big Data Ansatz lösen.

Im folgenden werde ich auf die unterschiedlichen Bereiche eingehen, die einen performanten Workplace ausmachen und die unterschiedlichen KPI’s beschreiben.

Der Arbeitstag beginnt:

Bereits beim Einschalten des PC’s am Beginn eines Arbeitstages können die ersten Werte sinnvoll und zielgerichtet erhoben werden:

  • Startdauer des PC
  • Anmeldedauer eines Benutzers
  • Wie lange wartet der Benutzer auf den Start seiner Applikation

 

Startdauer des PC

Wer kennt nicht das Phänomen, dass nach dem Starten des PC die erste Tasse Kaffee geholt wird und nach der Rückkehr zum Arbeitsplatz der Bootvorgang leider immer noch nicht abgeschlossen ist. Hier werden bereits die ersten Weichen für die Produktivität eines Mitarbeiters gestellt.

Generell sei angemerkt, dass ein langer Boot Vorgang nicht zwingend mit dem Alter des Gerätes zusammenhängt. Auch Konfigurationsfehler oder unterdimensionierte Hardware können Ursachen dafür sein.

Durch das Festlegen der relevanten Metriken können aussagefähige Dashboards erstellt werden und neben dem Blick auf das gesamte Arbeitsplatznetzwerk auch einzelne Ausreisser in Echtzeit identifiziert werden.

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Auch eine Veränderung der Bootvorgänge über einen längeren Zeitraum wird so sichtbar. Selbst das in der Regel monatliche Patchen des Betriebssystem lässt sich durch den längeren Start des Rechners nachvollziehen.

 

Anmeldedauer eines Benutzers

Neben der Boot Performance ist die Logon Performance für viele Unternehmen der noch wichtigere Wert, da häufig Terminalserverumgebungen oder virtuelle Desktops zum Einsatz kommen.

Der Anmeldeprozess ist häufig ein schwarzes Loch in Bezug darauf, welcher der vielfältigen Vorgänge wie lange dauert. Begonnen mit der Suche nach dem Domänencontroller, dem Abarbeiten der Gruppenrichtlinien, Ordnerumleitungen und den genutzten Scripten kann für den einzelnen Vorgang kein expliziter Wert ermittelt werden. Mit Hilfe spezieller Tools ist es zwar möglich einzelne Anmeldungen zeitaufwändig zu analysieren, aber eine lückenlose Dokumentation bleibt aus.

Welcher IT Leiter wünscht sich nicht über folgende Werte zu verfügen:

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Erst die genaue Analyse der einzelnen Bausteine im Anmeldeprozess ermöglicht es gezielt zu optimieren. Auch hier steht wieder die Produktivität des Einzelnen, aber auch das Einhalten von SLA’s gegenüber der Unternehmensführung im Vordergrund.

Startdauer einer Applikation und Nutzung

Nachdem die Anmeldung des Benutzers abgeschlossen ist, sollte er nun seine Anwendungen in akzeptabler Zeit starten können. Windows Boardmittel helfen bei einer solchen Fragestellung nur bedingt, da neben dem Start der Hauptanwendung auch sehr häufig Hilfsprozesse mitgestartet werden.

So sollte neben der reinen Startdauer auch I/O Bedarf, RAM Nutzung und CPU Last mit berücksichtigt werden. So können lastintensive Anwendungen schnell identifiziert werden und Maßnahmen zur Optimierung eingeleitet.

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Es folgt Part 2/3 – Anwendungsanalyse